Donnerstag, 28. Mai 2015

Die Whitsundays & Fraser Island

Und da bin ich wieder! - um endlich von meinen Erlebnissen an der nördlichen Ostküste zu erzählen. Das hatte tatsächlich schon vor 3 Wochen begonnen. Zu dem Zeitpunkt kam ich nämlich nach tagelanger Fahrt (vom Ayers Rock durch das Outback) in Townsville, Queensland an! Endlich wieder den Ozean zu sehen, machte mir ziemlich gute Laune.
(hier unten ist eine Karte zu sehen, um eine Ahnung von dem ewig langem Weg und davon wo sich Townsville befindet, zu bekommen)

Uluru- Townsville= 2500 km!

Townsville liegt ziemlich weit im Norden. Und es gilt: Je nördlicher man sich befindet, desto humider und heißer ist es! Und trotz dem dass es Herbst ist, war es noch immer ziemlich heiß und meine Haut wurde durch die feuchte Luft klebrig. In Nordaustralien wird es wohl nie kalt werden.
Am Strand sah ich ein etwas briefkastenähnliches Ding worin sich eine Flasche mit Essig befand. Besonders im Norden von Australien gibt es viele giftige Quallen im Ozean (Würfelqualle, Irukandji,...) die besonders im Sommer bis Mai an der Küste zu finden sind. Entweder man geht zu dieser Zeit gar nicht erst schwimmen, trägt einen Schutzanzug oder badet in Bereichen, die mit Netzen gesichert sind. Kommt man trotzdem mit den Tentakeln dieser Quallen in Kontakt, dann soll Essig helfen.




Strand mit Netz und Magnetic Island im Hintergrund

Blick vom "Castle Hill" auf Townsville





Übrigens: für alle die auf Burger stehen, gibt es in der Stadt die TUBE Burger Bar. Ziemlich lecker :)


Von Townsville geht unsere Reise nicht weiter Richtung Norden, sondern wieder nach Süden. Nach einigen Stunden Fahrt hielten wir dann in einem kleinen Dorf namens "Hideaway Bay". Sehr ruhig und am Campingplatz gibt es einen kleinen wunderschönen Strand. 


Auf dem Campingplatz traf ich auf ein super zutrauliches Papageienpärchen ("Lorikeets") das sich sogar von mir füttern ließ ;) Naja, ich glaube wohl eher, das sind sie schon gewohnt. 




ein Kookaburra am Morgen

Die Whitsunday Islands - mitten im Paradies


Airlie Beach ist wohl die Küstenstadt, die mir bisher am meisten gefiel. Natürlich ist sie ziemlich auf den Tourismus ausgelegt. Überall Bars, Restaurants, Shops. Vielen anderen Travellern begegnet man hier. Viele aus Deutschland. Auf der Einkaufsstraße sieht man etliche der bekannten Reisebüros, die perfekt auf uns, die junge Generation abgestimmt sind und dir das Abendteuer deines Lebens verkaufen möchten. Touren zu den Whitsunday Islands, Fraser Island, Schnorcheln, Bungee Jumping, Fallschirmspringen und und und. 
Die Stadt ist sauber, der Strand schön. Überall Palmen und am Hafen wunderschöne Yachten. Das Wetter perfekt.

rechts von Airlie Beach die Whitsundays 

Den einen Morgen standen wir am Hafen an einem Cafe und warteten. Es kamen noch einige andere Leute dazu. Dann begrüßte uns eine junge Frau und führte uns zu einem kleinen Segelboot. Alle stiegen ein und dann ging es schon los. Unter Deck gab es Kaffe, Tee und Kekse. "Morning tea" wird es hier in Australien genannt. 
Als ich wieder nach oben aufs Boot ging, war Airlie Beach schon längst ein kleiner Fleck und die Whitsunday Island wurde sichtbar. Das Wetter war einfach perfekt. Der Himmel wolkenlos. Das Wasser glitzerte. Kein starker Wellengang, nur eine kleine Brise, die uns bald half, mit den Segeln weiter voranzukommen. 




Nach einiger Zeit hielten wir ein Stück abgelegen vor einer Insel. Hier war da Wasser ruhig. Vor der Insel lag ein Korallenriff. Wir bekamen Stingersuits (die ich ziemlich cool fand) um zumindest fast komplett vor eventuellen Quallen geschützt zu sein. Dann stiegen wir mit Schnorchel und Taucherbrille in ein kleines Schlauchboot ein, was uns näher an das Riff führte. Das sollte mein allererstes Schnorcheln werden. Ich hüpfte ins Wasser, es war warm und super angenehm. Ein bisschen unwohl war mir zuerst jedoch schon. Wer weiß, was unter mir in der Tiefe so herum schwimmt. Zuerst musste ich mich an den Schnorchel gewöhnen. Es ist anfangs schon seltsam, unter Wasser zu tauchen und dann tief durch das Stück Plastik zu atmen. Aber fix ging es und dann wollte ich nicht mehr aus dem Wasser. Es ist wirklich wunderschön so ein Korallenriff mit eigenen Augen zu sehen. Unzählig viele Fische schwammen zwischen den Korallen. Riesige blau- grünlich schimmernde, kleine flache gelb leuchtende, Fische im Zebralook ;) und und und. "Nemo" fand ich leider nicht ;). 
Nach einiger Zeit ging es weiter und ich schwamm zurück zum Boot. 


Schon bald legten wir an der Whitsunday Island an. Vor uns ein kleiner steiniger Strand und dahinter Wald, der uns die weitere Sicht nahm.



Ein Pfad führte uns hinein und ein Stückchen herauf bis zu einem Aussichtspunkt. Was ich dort vor Augen hatte, war das Schönste, was ich bisher jemals sah. Super klares, traumhaft blaues Wasser und der Sand fast so weiß wie eine Schneelandschaft. Der Strand hat einen Quarzgehalt von fast 99%! Deshalb gehört er mit zu den weißesten Stränden überhaupt. Und er ist unglaublich fein. Fast schon wie Mehl. Durch Ebbe und Flut und den Strömungen entstehen immer wieder neue Verwirbelungen im Sand, die völlig andere Muster bilden. Deshalb ist jeder Tag und jedes Bild, das geschossen wird einzigartig. Jeden Tag ist das Hill Inlet verschieden. Es ist einfach so ein wunderbarer Anblick! Aber seht selbst:

Hill Inlet


Wie man auch auf den Bildern sehen kann, haben sich überall winzige Sandinseln gebildet. Somit konnte man ewig weit von Insel zu Insel durch das Wasser laufen. Ziemlich cool :)


Dieser Strand macht süchtig! Es ist so ein tolles Gefühl, Barfuß durch den Sand und durch das flache, warme, kristallklare Wasser zu laufen. Das alles selbst zu erleben ist einfach unglaublich. Kann ich jedem nur empfehlen! :)
Ich selbst wäre am liebsten gar nicht mehr von diesem Ort weggegangen. 




Fraser Island -  Die größte Sandinsel der Welt


Wir standen an einem nebligen Morgen am Eingang eines Campingplatzes in Rainbow Beach, als ein riesiger 4WD- Bus um die Ecke kam. Nachdem der Tourguide seine Runde durch die Stadt beendete, war der Bus voll. Dann fuhren wir zu einem Zipfel von Rainbow Beach, wovon aus es direkt auf eine Fähre ging, die uns nach Fraser Island brachte. Leider konnte man durch den Nebel die Insel noch nicht erkennen.


auf der Fähre mit dem Bus
Die Fahrt nach Fraser dauerte nur etwa 10 Minuten. Danach fuhr uns der Bus eine ganze Weile gemütlich direkt an dem riesigen Strand, der insgesamt über 100km weit ist, entlang. Das war ziemlich beeindruckend. 




Auf dieser wunderbaren Insel kann man sogar für viel Geld leben. Außerdem gibt es unzählig viele Süßwasser Seen und eine Art Flüsse, die sich teilweise sogar direkt am Strand befinden. 
Der Lake Mckenzie ist wohl der bekannteste der Seen dort. So traumhaft blau, wie man es auf vielen Fotos im Internet sieht, war er zu der Zeit leider nicht. Die Sonne hatte sich nämlich hinter ein paar dunklen Wolken versteckt. Das machte aber nichts gegen das kristallklare Wasser ;)

Um zu diesem See zu kommen, fuhren wir aber erstmal eine ganze Weile durch einen wunderschönen subtropischen  Regenwald. Der Weg dadurch war jedoch die hoppeligste Fahrt, die ich je machte! Durch die vielen Huckel und dem Sand, dem auf und ab und und und wurden wir im Bus ziemlich durchgeschleudert. Ich flog fast von meinem Sitz ;) Alle im Bus hatten ihren Spaß.
Später liefen wir ein Stück durch den Regenwald.





Und dann ging die hoppelige Fahrt weiter und wir fuhren wieder eine ganze Weile am Strand entlang.
Dabei kamen wir (natürlich) am berühmten Maheno Schiffswrack vorbei, das dort am Strand schon seit 1935 liegt.

Maheno Schiffswrack




Leute beim Angeln
Leider hatte das Wetter nicht ganz so super mitgespielt. Ich würde (bei besserem Wetter) auf jeden Fall noch einmal die Insel besuchen wollen. Und das sogar für ein paar mehr Tage. Denn auf Fraser Island gibt es wirklich noch soooo viel mehr zu entdecken!

Ich befinde mich gerade an der Goldcoast, nicht weit entfernt von Brisbane. Hier wird übrigens ganz in der Nähe ein Teil des neuen "Fluch der Karibik" Films gedreht ;)
Das wars erstmal von mir, bis später ;)




Donnerstag, 14. Mai 2015

Das Outback Teil 2: Uluru- Kata Tjuta Nationalpark

Vor etwa drei Wochen saß ich in der Wüstenstadt Coober Pedy in einer Art Höhle, während ich den ersten Teil den Outback- Breitags schrieb. Gerade befinde ich mich in Rockhampton in Queensland. Ich hatte bereits einige wunderbare Erlebnisse, das wird heute jedoch nicht mein Thema sein ;) Es bleibt vorwiegend erstmal.. trocken. (weil Outback und so..)
Von Coober Pedy fuhren wir eeeewig weiter bis wir unser Ziel erreichten. Noch etwa 750 km waren das. Und was ich auf der Strecke so sah, brauch ich nicht nocheinmal zu erwähnen. Im letzten Beitrag  kamen genug Bilder von Straßen, und Text über das tolle Gefühl im Outback zu sein. Ich mach es kurz: Straße, nix, paar Bäume.
Schon bald erschien mir der Sand noch roter als zuvor. Nach weiteren Tagen, die nur aus Fahren und Schlafen bestanden, tauchte dann ein roter großer Felsen auf. Das ist jedoch nicht nur irgendein Brocken, sondern der Uluru (auch bekannt als Ayers Rock)! Da war ich also, im Herzen von Australien.




Das Wetter war praktisch perfekt, nur in der Nacht war es im Van doch etwas zu frisch. Im Sommer möchte ich hier nicht sein. Ist wohl kaum auszuhalten wenn hier in der kleinen Stadt die Termometeranzeige auf über 40 Grad steigt.
Der rote Felsen wurde größer und größer, als wir mit dem Auto zum dortigen Parkplatz fuhren. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass der Uluru so ein riesiges Ding ist! Es gibt einen Weg, der sogenannte "Base-walk", der genau einmal um den Felsen herumführt. Das wird ja ganz fix gehen, dachte ich. Aber tatsächlich sind es etwas mehr als 10 km! Und so lief ich los und kam dann bald schon recht ins schwitzen. Nicht wegen dem Weg, sondern den Temperaturen, die trotz Herbst recht hoch waren. Was aber viel nerviger war, waren die unendlich vielen Fliegen! Es ist zum verrückt werden. Hunderte klebten an mir und krochen mir ins Gesicht. Mit den Händen herumzuwedeln bringt höchsten für ein paar Sekunden etwas. Danach kommen die Bestien wieder. Da ich sowieso keinen Hut hatte, und die Sonne meinen Kopf brutzelte, baute ich mir einfach einen Schutz aus meinem dünnen Pullover. Beim Laufen wackelten die Enden, die übers Gesicht hingen und verscheuchten damit sogar einige Fliegen ;).
praktisch der Eingangsbereich zum Walk


Ich mit meinem Fliegen-Sonnenschutz

Uluru beim Sonnenuntergang


Der Nationalpark hieße nicht "Uluru- Kata Tjuta" wenn es nur den Uluru geben würde. ;)
Der Kata Tjuta ist ein anderer und noch größerer Felsen. Auch hier hatte ich genug zum Wandern. (Aber irgendwann ist wirklich mal genug ;))




Kata Tjuta beim Sonnenuntergang
Nach einigen Tagen hieß es dann: Tschüss Herz von Australien!
Von da an hatten wir noch einen zweiten seeeehhr langen Weg vor uns, bis wir endlich wieder die Küste in Queensland erreichten. Nämlich über 2500 km!! Tagelang hieß es nur: fahren fahren fahren. Wieder nur Straße und Nichts. Das einzige, was ich beobachten konnte war, dass das Gras nach ein paar Stunden Fahrt immer höher wurde ;)
Obwohl es toll ist, so eine unglaubliche Ruhe genießen zu können, wird es nach einigen Wochen im Nichts doch schon etwas langweilig. Auch wenn man in der Nacht den wohl schönsten Sternenhimmel hat, den man sich vorstellen kann ;)
Seit etwa 10 Tagen bin ich auch nun endlich wieder am Ozean! Dazu aber bald im nächsten Eintrag mehr :)
Ach ja! Da, wo wir jetzt nicht mehr im Outback sind, haben wir uns erlaubt, "Wolf Creek" zu schauen  :p

Freitag, 24. April 2015

Das Outback Teil 1: Wie mich "NICHTS" umhauen kann

Waaahhhh! Seit ich die kleine Winery in Mia Mia, Victoria vor etwa 20 Tagen verlassen habe, haben wir uns bereits um die 2.000 Kilometer durchs Landesinnere von Australien bewegt. Zuerst machten wir für ein paar Tage einen Abstecher nach Mildura, wo wir bereits im Oktober letzten Jahres einmal waren. Danach fuhren wir in eine große Stadt die wohl einige kennen- Adelaide! Endlich konnte ich wieder den Ozean schnuppern. Es war ein schönes Gefühl, nach so "langer" Zeit endlich wieder am Pazifik zu sein. Außerdem muss ich sagen, dass mir Adelaide von den großen Städten am besten gefallen hat. Es ist einfach nicht so übertrieben überlaufen, keine Menschenmassen, die sich hastig durch die Straßen quälen, kein übermäßig nerviger Verkehr, der dich für Stunden aufhält, und überhaupt ist diese Stadt nicht zu stark zugebaut wie man es z.B. von Melbourne kennt. Mir gefällt es.






Aber nun zum eigentlich wichtigstem Thema in diesem Beitrag:

Das Outback!!!

Ein recht langer weg war es zu den Flinders Ranges, einem Gebirge, etwa 450 km von Adelaide.
Fahren, fahren, fahren. Aufeinmal geht die Straße nur noch geradeaus. Kein Netz mehr. Die Bäume verschwinden, irgendwann ist es nur noch flach! Ich sehe das Ende der Straße nicht. Aber dann irgendwann tauchen am Horizont Berge auf. Ach ja! Das sind die Flinders Ranges. Riesig!
Wir blieben in dem Wilpena Pound Resort, das sich im Flinders Ranges Nationalpark befindet. Also mittendrin! Einen Tag lang machte ich mich auf die Socken zum St Mary Peak (Berg). Und der Weg dahin hatte es echt in sich (wie sich nach einigen Stunden herausstellte)! Zuerst einige Kilometer nur Wald, dann und wann kamen auch schon die ersten Aufstiege. Bald ein Schild, das darauf hinweisen sollte, dass ab hier nur gut erfahrene Bergsteiger weitergehen sollten. "Ach die Australier", lachte ich. "Die haben ja keine Ahnung was richtige Berge sind, also machen die sich schon bei diesen Hügeln in die Hose." ... Naja..
Nach knapp einer Stunde laufen ging es ja erst los. Die Pfade wurden immer schmaler und steiniger, die Abhänge immer tiefer und wenn ich nach oben zur Bergspitze schaute, dachte ich: Wie?!
Auf einmal war dann Schluss mit Weg, klettern! Nur Felsbrocken über Felsbrocken. Nadann mal los. Somit zog sich die ganze Prozedur etwas hin. Aufpassen, nicht abzurutschen, äh wo soll ich denn jetzt meinen linken Fuß und die rechte Hand hinmachen? Und jaa nicht nach unten schauen! ein Geländer gab es nicht. Alles auf eigene Gefahr. Als ich mich außer Atem auf einem Felsbrocken auf dem Abhang setzte, während vor mir das Land schon winzig klein erschien, fand ich das Warnschild dann doch nicht mehr ganz so lustig.




Nach einer Ewigkeit erreichte ich dann die Spitze. Ein schöner Ausblick und man fühlt sich unglaublich hoooocchh! Wie es sich wohl auf dem Mount Everest anfühlt..?
Während ich mir die Frage stellte, wie viele Menschen hier wohl schon runtergehüpft sind, dachte ich gleichzeitig: Mist, ich muss ja den ganzen Weg auch noch zurück! Tja das war dann wohl ein äußerst gutes Workout. Nach 9 Stunden war ich dann doch wieder ganz froh, wieder zurück im Camp zu sein.

(runter scrollen!)
Foto von der Spitze des "St Mary Peak"




(und weiter scrollen!)


Nach den Tagen in den Flinders Ranges machten wir uns dann auf, noch weiter ins Landesinnere zu fahren. Und ab da an haute es mich bald um! Stundenlang, tagelang fahren wir nur auf einer Straße geradeaus. Links, rechts und vor uns ist einfach.. nichts! Rein gar nichts. Es ist einfach so leer und so weit. Gruselig und so beeindruckend. Ich selbst hätte nie gedacht dass einem so wenig so sehr umhauen kann. Während ich Stundenlang in ein und die selbe Richtung schaue und stundenlang das Gleiche sehe, nämlich NICHTS!, staune ich. Ich staune immer wieder. Ja aber über was denn? 
Oft kommen einem die sogenannten Road Trains (riesige LKW's um es einfacher auszudrücken) entgegen, die jeweils noch 3 riesige Ladungen ziehen. Selbst ein Reisebus ist dagegen noch eine kleine Fliege! Ich nenne sie den Blauwal auf Rädern. 
Nach ewigem fahren biegen wir auf einen Parkplatz ab. Da steht ein sogenanntes Roadhouse. Teures Benzin, Essen, Toiletten und alles was man benötigt. Dieser "Fleck" heißt Pimba. Eigentlich kein wirkliches Dorf, nur sind die Städte hier so endlos weit voneinander entfernt, dass eine Tankstelle und dies und das für die Reisenden unbedingt notwendig ist. So auch für uns. 





..nichts..

..auch nichts..


Während vor uns die Sonne unterging, erreichten wir aufeinmal einen riesigen See! Was?! Wie kommt der denn dahin? Hä? Na so ein Zufall.



Die Nacht sagte dem Outback "hallo" und wir suchten uns ein sandiges Plätzchen zum Schlafen. 
Der nächste Morgen (heute) begann sehr früh und wie ich glaubte, ich hätte den Tag davor schon "Nichts" gesehen, so wurde meine Meinung dann doch noch einmal geändert und wieder stand meine Kinnlade praktisch stundenlang offen. 


Coober Pedy

 Irgendwann, nachdem aus dem Nichts noch mehr Nichts wurde, erreichten wir eine Stadt (ja! eine Stadt!) namens Coober Pedy. Und ihr werdet es kaum glauben, aber diese Stadt gefällt mir sowas von! Hier in der Stadt sowie rundherum gibt es unzählige Sandberge und Löcher. Warum? Coober Pedy wird auch die "Opal-hauptstadt der Welt genannt". Und genau das ist hier das Besondere. Fast alle Opale der Welt kommen von hier.
Nirgends in der Stadt sieht man einen grünen Fleck. Nur roter Sand und viele viele Felshügel. Und wisst ihr was? Die meisten Menschen hier wohnen unterirdisch! In den Felsen sind Wohnungen, Restaurants und Kirchen gemeißelt. In den Sommermonaten ist es hier unerträglich heiß. In diesen Höhlen jedoch sind es immer um die 25 Grad. Und das machen sich die Menschen hier zunutze. Praktisch oder? Und während ich mit voller Begeisterung diesen Beitrag tippe, sitze ich in genau so einem Raum in einem Felsen. Praktisch unterirdisch. (Und draußen ist es unglaublich stürmisch und stockdunkel, der Wind kann ja schließlich ungehindert durchs Outback pusten).



Blick auf Coober Pedy

Blick auf Coober Pedy (und einer alten Filmrequisite unten Links)

Wieder einmal versuche ich zu beschreiben, wie sich (in diesem Fall) diese Gegend und das absolute Nichts anfühlt. Ihr könnt euch diesen Blog durchlesen und die Bilder anschauen bis euch die Augen rausfallen, ich werde euch nie genau vermitteln können, wie es wirklich ist. Nichts und niemand kann das. Ihr werdet nie wissen, was es bedeutet, an diesen Orten zu stehen wenn ihr es nicht selbst einmal erlebt habt. Also packt verdammt nochmal eure Sachen und unternehmt etwas! Das sind Erfahrungen und Eindrücke, die euch so viel geben werden. Die einen mögen sagen "Mh stimmt." Die anderen: "Was ist daran denn besonders?" Letztendlich ist es jedem seine Entscheidung. Aber wenn ihr es macht, dann werdet ihr irgendwann vielleicht dasselbe denken. Und ihr werdet von so vielen simplen Dingen umgehauen werden...
.. auch wenn es nur ein Hauch von Nichts ist.