Montag, 20. Oktober 2014

Grüße aus Mildura!

Noch am selben Tag unserer Abreise aus West Wyalong erreichten wir endlich Mildura im Bundesstaat Victoria. Eine recht große Stadt mit etwa 30.000 Einwohnern, irgendwo im Nirgendwo. Seit 12 Tagen bin ich bereits hier.


Mildura fühlt sich einfach toll an. Roter Sand, super nette Leute, tolles heißes Wetter, Ruhe und in der Nacht einen wunderbaren Sternenhimmel. Ringsum Mildura kann man überall riesige Farmen sehen, auf denen vor allem Weintrauben und Zitrusfrüchte wachsen.
Letztes Wochenende fand die Mildura Show statt. Ein großes Fest auf einer riesigen Wiese mit unzähligen bunten Fahrgeschäften und Essständen. An einem dieser Stände arbeitete ich. Vor mir 3 riiieeesiige Paella Pfannen die jeweils bis obenhin mit "Soßen" aus einem mexikanischen Restaurant gefüllt waren. Leute wurden von dem würzigem Geruch angezogen und staunten über die gigantischen Pfannen. Besonders Kinder blieben mit offenem Mund vor dem Stand stehen. "Das ist das 'meiste' Essen was ich je gesehen habe", meinte ein kleiner Junge ;).
Trotz dem 35 Grad heißen Wetter und den gefühlten 50 die mir das kochende Essen schenkte, hatte ich sehr viel Spaß. Die Leute mit denen ich zusammen arbeitete waren super nett, voller Energie und Freude. Das war eine tolle Erfahrung.

ein Teil der Mildura Show
Quelle: http://www.murrayriver.com.au/event/157-mildura-show/


Gestern war ich in einer Bar, welche die wohl "chilligste" ist, die ich je gesehen habe. Sie befindet sich etwas abgeschieden von der Stadt. Ringsherum natürlich wieder Weinplantagen. Die Bar ist ein altes Haus mit einer hübschen Veranda. Der Boden hat noch die alten dunklen Holzdielen. Der Außenbereich ist Überdacht. Schaut man hinauf, sieht man, dass es fast vollständig mit Wein bewachsen ist. Hier und da hängen ein paar kleine Äste herunter. Auf der Veranda stehen vereinzelt bequeme Sessel. Kommt man in das Haus, fühlt man sich wie in einem Wohnzimmer. Ein kleiner Flügel steht in der Mitte des großen Raumes. Alte Bilder hängen an der Wand und einige Möbel stehen an ihrem Platz, als hätte sie niemand wieder angerührt und verschoben. Die Küche ist offen, keine hellen, kalten Fliesen. Überall hat man bequeme Sofas und Sessel. Ich dachte mir, ich wäre auf einer netten Hausparty.  Nebenbei aß ich noch ein Stück vom wohl besten Schokoladenkuchen den ich bisher hatte ;)

auf dem Weg nach Mildura



Ein niemals-müde-werd-hund ;)

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die Blue Mountains und der Weg ins Outback

Es geht los. Am 4. Okt. haben wir Sydney verlassen und begeben uns nun ein Stück in Richtung Westen. 
Ein paar Tage verbrachten wir in Katoomba in den Blue Mountains. Morgens wird man von unzähligen Vögeln geweckt, die dort in den riesigen Wäldern und in dem Park, in dem wir blieben, leben. Neben vielen weißen und rosa Kakadus und bunten Lorikeets sah ich zum ersten mal einen Kookaburra. Direkt vor meinen Augen saß er auf einem Ast. Sogar als ich näher kam, flog er nicht weg. Kookaburras machen die wohl tollsten Geräusche, die ich bis jetzt von Vögeln in meiner Nähe hörte. Meist in der Dämmerung, aber auch am Tage hört man sie in großen Gruppen. Der Klang erinnert an Äffchen, viele Äffchen. Wunderbar komisch.

Kookaburra


Kakadus

Wir wanderten ein Stück durch die Blue Mountains. Es war heiß, doch die vielen alten Bäume der Wälder spendeten uns Schatten. Dann und wann kam man an verschiedene Aussichtspunkte. Die Berge und Wälder sind mit einem bläulichen Dunst durchzogen, der von den Eukalyptusbäumen ausgestoßen wird. Unter mir ein tiefer Abgrund und dann nur noch grün. Schaut man länger hin, sieht man Kakadus und viele weitere schöne Vögel, die ihre fast unendliche Freiheit genießen. Der Ausblick von den Bergen ist so schön, nicht einmal die schönsten Bilder könnten ihn beschreiben.


Three sisters



ein Beweis, dass wirklich Frühling ist ;)







Nach einigen Tagen geht es weiter. Die Blue Mountains werden immer kleiner, während sich die Landschaft langsam aber sicher verändert. Die Straßen werden länger und leerer, Dörfer oder Städte sind fast ewig weit voneinander entfernt. Der Sand wird rot und dort, wo man eigentlich Wälder vermutet, sind immer mehr kleine Sträucher zu sehen. Schon jetzt macht sich das Outback langsam bemerkbar. 
Fast 500 km sind wir jetzt von Sydney entfernt. West Wyalong hieß die Stadt, die wir nun wieder verlassen. 

Bis dahin!


Sonnenuntergang in West Wyalong







Mittwoch, 1. Oktober 2014

Jetzt geht's erst richtig los! - Mission: Van verwandeln

Endlich! Nach ewig langem Suchen, Hoffen und nach vielen Enttäuschungen haben wir ihn endlich gefunden- unseren Van! :) Am Montag (29.9) haben wir ihn abgeholt. Ein Toyota mit hohem Dach und viel Platz. Jedoch ist es kein typischer Campervan, wie man ihn fertig eingerichtet kaufen kann. Wir kauften ihn von einem Mann mit 7! Kindern. Natürlich braucht er ein großes Auto ;) Etwa 14 Leute haben dort Platz zum sitzen und ja, alle Sitze waren noch drin. Man kann also sagen, wir haben einen kleinen Bus gekauft.
Nachdem uns die Schlüssel überreicht wurden, sind wir direkt zu IKEA gefahren (jawoll, in Australien gibt es IKEA). Dort kauften wir nützlichen Kleinkram wie Decken, Kissen, Tücher, Küchenzeugs, ..., und sogar einen kleinen "Schrank" :) 



Gestern (Di) war ein perfekter Tag für Leute, die sich bei 33 Grad mit dem Auto in der Sonne abrocken wollen. Das mussten wir natürlich nutzen. Alle Sitze wurden rausgeschraubt, was letztendlich eine Arbeit von etwas über 3 Stunden war. Dann eine kleine Fahrt zu einem Händler, der uns diese Dinger abkaufte, danach wieder einkaufen.






Heute haben wir damit begonnen, den Van teilweise einzurichten. Der Schrank wurde aufgebaut, danach wurde - natürlich wieder- eingekauft! Elektronikkram, ein Sofa-Bett mit vielen vielen Kissen, mehr Decken, und: schöner Stoff in rot und blau für die Gardinen. Die werden natürlich selbst zusammengenäht und mehr oder weniger provisorisch angebaut (das wird jedoch eine Weile dauern :p)




Es gibt noch viel zutun. 
Bis später :)

Montag, 22. September 2014

Was für ein Frühling!

Sonne! Während es in Deutschland herbstlich wird, kann man hier schon langsam den Sommer schmecken. In den letzten 7 Tagen war ich hier und dort und habe ein bisschen mehr von der riesigen Stadt Sydney gesehen. Am Bondi Beach war es dieses mal sehr angenehm und auch das Ben&Jerry´s Eis war super ;)  
Bondi Beach

Sonntag war ein wunderbarer Tag. Kaum eine Wolke am Himmel und natürlich: Sonne! Wir waren wieder einmal am Sydney Harbour und sind dort in die Fähre nach Manly eingestiegen. Von dem Wasser aus ist alles sehr hübsch anzuschauen. Ich habe die Orte auf einer Karte eingezeichnet.

 In Manly gibt es den Sydney Harbour National Park. Viele höhere Aufstiege. Für mich ist es wie ein riesiger Hügel. Von vielen Stellen dieses Parks hat man einen wundervollen Blick auf Teile von Sydney! Das kann ich jedem empfehlen :)


 Irgendwann kamen wir an den sogenannten "Quarantine Beach". Ein schöner kleiner Strand und eine nette Abkühlung dazu ;) Rundrum viele Denkmalgeschützte Häuser. Früher wurden hierhin kranke Leute gebracht, um zu verhindern dass sich ansteckende Krankheiten zu stark verbreiten.
Quarantine Beach

Auf der Rückfahrt ging es durch die berühmte Sydney Habour Bridge und an einen weiteren Strand vorbei, der schon vom Auto aus traumhaft aussah! Ringsherum wieder riesige Hügel (so kann man sich auch die Straßen vorstellen). Reiche Leute bauen hier ihre Häuser und haben den wohl besten Ausblick, den man sich vorstellen kann.
Bald mehr.
Vergesst nicht, die Bilder anzuschauen ;)

..noch ein Strand in Manly

Montag, 15. September 2014

Hey Sydney! Hey Australien!

Ich bin da! Seit dem 12. September bin ich nun in Sydney, nein... wir sind in Sydney! Denn: ich reise nicht allein. Wie ewig es dauert, bis man hier in Australien ankommt! Zug, Frankfurt, warten, Flieger, Delhi, warten, Flieger, Sydney. Warm, kalt, hell, dunkel, eng, müde.. Danach braucht man sich nicht mehr als Zombie verkleiden. Aber das Essen war echt gut! Begrüßt wurden wir über den Wolken mit strahlender Sonne, darunter auf der Landebahn mit grauen Wolken und Regen.
Über die ersten Tage merke ich, wie der Jetlag zuschlägt. Ich befürchtete schon, meine erste Woche würde ich mit einer Grippe verbringen. Gestern hat es mich umgehauen. Apropos gestern: Gestern war guuutes Wetter. Sonne, kaum Wolken am Himmel, warm. Frühling in Australien! Ich sah Sydney Harbour. Wirklich hübsch anzusehen! Nur leider war gestern Sonntag, wunderbares Wetter und damit auch alles voller Menschen. Somit war es auch eher ein Fehler, danach noch zum Bondi Beach zu fahren (einer der berühmtesten Strände Australiens). Noch nie musste ich in einer von vielen fast endlosen Warteschlangen auf den Bus warten. Aber aus Fehlern lernt man bekanntlich ;) Ich werde sicherlich an einem anderen Tag wiederkommen. Trotz der vielen Menschen überall genoss ich es, an diesen Orten zu sein.
Das erst einmal kurz als Einstieg, zur Zeit gibt es noch einiges zu tun.
Bis später ;)